Ich helfe produzierenden Mittelständlern, Kreislaufwirtschaft zu denken und im Betrieb umzusetzen.
Als Wirtschaftsingenieur begleite ich Unternehmen auf dem Weg zu zirkulären Strukturen. Strukturiert und kreativ von den ersten Ideen und Ansätzen über Pilotprojekte bis zur laufenden Implementierung intern und über Unternehmensgrenzen hinweg.
Aktueller Schwerpunkt: der Digitale Produktpass. Ein Datenfundament als Treiber für Kreislaufwirtschaft.
Der Digitale Produktpass (DPP) macht Produktdaten über den gesamten Lebenszyklus verfügbar, maschinenlesbar und per QR-Code am Produkt abrufbar.
Der DPP lässt sich gezielt für die Kreislaufführung von Produkt, Bauteilen und Materialien einsetzen. Ausgewählte Produktinformationen befähigen zur sicheren Wiederverwendung, effizienten Reparatur, Aufbereitung oder Recycling am Ende des ersten Produktlebens.
Chance für individuelle Produktpräsentation und Verkaufsargument im B2B wie im B2C. Belegbare Nachhaltigkeitsinformationen heben sich von Greenwashing ab.
Die ESPR verpflichtet zukünftig zur Erstellung und Pflege von Digitalen Produktpässen für Batterien, Textilien und weitere industrielle Produktgruppen. Wer früh startet, ist stets konform und verteilt den Aufwand.
Relevanzanalyse · Datenfeld-Analyse · klickbarer Prototyp · Ihre DPP-Roadmap
Aufbau Datenmodell · manueller Datenimport · rollenbasierter Zugriff · QR-Codes · Go-Live · EU-Registrierung
Weitere Produktgruppen · strukturierte Datenbeschaffung aus den Lieferketten · Anbindung mit Schnittstellen für automatisierten Datenimport und -export · konforme Dateninfrastruktur · KI-Unterstützung
Sie liefern die Daten, wir kümmern uns um den Rest.
Beratung und Software aus einer Hand. Die DPP-Plattform wartet auf Ihren Prototypen. Individuelle Datenfeldauswahl, geführte Dateneingabe, öffentlicher Viewer per QR-Code, PDF-Export, rollenbasierter Zugriff. Konform zur ESPR und produktspezifischen Rechtsrahmen und Standards. Die DIN DKE SPEC 99100 sieht über 90 Datenpunkte vor. Es ist Normungsarbeit, an der ich selbst mitgewirkt habe.
Der Produktpass ist Wegbereiter, nicht das Ziel. Seine Daten machen kreislauffähige Geschäftsmodelle effizient umsetzbar und zeigen, wie wichtig kreislaufgerechtes Produktdesign ist.
Produktinformationen zur Materialzusammensetzung, Recyclingfähigkeit, CO₂-Fußabdruck und vieles mehr werden über den gesamten Produktlebenszyklus dokumentiert. Das Fundament für jede Kreislaufentscheidung.
→ Zur ThemenseiteKreislaufwirtschaft entscheidet sich im Design: Materialauswahl, Konstruktion für Demontage und die Vermeidung problematischer Verbundstoffe bestimmen, ob und wie kosteneffizient ein Produkt repariert, wiederaufbereitet oder am Ende seines Lebens recycelt werden kann. Ich begleite Unternehmen bei der Bewertung bestehender Produkte und der Entwicklung kreislauffähiger Alternativen.
→ Mehr dazuSystemische und kooperative Rücknahme und Verwertung oder Product-as-a-Service-Modelle zeigen Verantwortung, eröffnen neue Wertschöpfungsquellen und reduzieren die Abhängigkeit von volatilen Märkten. Effizient werden sie mit der Datenbasis aus einem zielgerichteten Produktpass.
→ Mehr dazu
Seit dem Masterstudium konzentriere ich mich auf ein Thema: Wie können Produkte und Materialien im Kreislauf geführt werden und Unternehmen von der Umsetzung profitieren?
Ich nehme die Perspektive der Produktion ein und denke in ganzheitlichen Systemen, dabei interessiere ich mich dafür, wie Ihr Betrieb funktioniert und welche Potenziale darin stecken.
Nach Stationen in der Automobilindustrie, im Einzelhandel und vier Jahren bei einem Normungsinstitut starte ich jetzt als selbstständiger Berater. Der Grund ist einfach: Ich möchte meine Erfahrung und Know-How gezielt und projektorientiert in verschiedenen Unternehmen und Branchen einbringen, um zu lernen, was wirklich funktioniert und Fortschritt zu leben.
Viele Unternehmen wissen, dass sie nachhaltiger werden müssen, aber wissen nicht, wo und wie sie anfangen sollen. Ich helfe, diese Lücke zu schließen. Mit einem strukturierten Vorgehen, das Komplexität handhabbar macht.
Ich lebe in Berlin und arbeite deutschlandweit.
Wirtschaftsingenieurwesen war für mich die logische Wahl: mathematisch denken, technisch interessiert sein, aber mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen auch das große Ganze im Blick behalten.
Nach dem Bachelor habe ich eine Auszeit genommen und war ein halbes Jahr unterwegs. Was ich unter anderem in Zentralamerika sah, hat mich nachhaltig beschäftigt: Abfälle am Straßenrand, Leute, die aus dem Busfenster heraus ihre Verpackung wegwarfen, oft ohne Bewusstsein für die Schäden, die das anrichten kann, aber auch ohne zielführende Infrastruktur für Abfälle. Warum produzieren wir Dinge, mit denen wir häufig nach kurzer Zeit oder meist nach einer ersten Nutzungsphase nichts mehr anfangen?
Unabhängig von der Funktion sollte zumindest das Material wiederverwendet werden können. Davon war ich überzeugt. Die systematische Antwort darauf fand ich im Cradle-to-Cradle-Konzept von Prof. Michael Braungart. Kein Verzichtsdenken, sondern eine klare Forderung: Produkte müssen von Anfang an so gestaltet sein, dass ihre Materialien vollständig zurückfließen. Für mich war klar: Als Wirtschaftsingenieur kann ich genau dort ansetzen, wo Entscheidungen über Design, Produktion und Logistik fallen.
Bachelor und Master Wirtschaftsingenieurwesen. Das Studium verband ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (Maschinenbau, Produktionstechnik, Werkstoffe) mit wirtschaftlichen Fächern wie Supply Chain Management, Logistik und Controlling. Diese Kombination hat meinen Blick geprägt: technische Systeme verstehen und gleichzeitig wirtschaftlich denken.
„Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Integration von Kunststoffverpackungen in einen geschlossenen Materialkreislauf". Masterarbeit zur Kreislaufführung von Kunststoffverpackungen im Lebensmitteleinzelhandel. Kennzahlgestützte Bewertung von Abfallmanagement-Aktivitäten. Kreislaufwirtschaft nicht als Konzept, sondern als messbares Betriebsthema.
Bewertung von Kunststoffen auf Kreislauffähigkeit im Fahrzeuginterieur. Initiierung von Experimenten mit neuartigen Werkstoffen. Circular Economy in der Produktentwicklung eines der anspruchsvollsten Industrieunternehmen Deutschlands. Gleichzeitig wurde mir klar: Das Optimieren einzelner Bauteile ist kein systemischer Hebel. Am Ende eines langen Fahrzeuglebenszyklus landen Autos selten dort, wo Kunststoffteile noch sortenrein recycelt werden. Es brauchte etwas anderes: branchenweite Lösungen und gemeinsame Standards.
Wenn sich verschiedene Hersteller auf ähnliche Materialien und einheitliche Standards einigen, entsteht erst die wirtschaftliche Tragfähigkeit für Kreislaufwirtschaft im großen Maßstab. Genau dafür ist Normung da, und das wollte ich mir aus der Nähe anschauen. Vier Jahre Projektmanagement im Bereich Circular Economy und Normung. Begleitung von Forschungsprojekten zu Kunststoffkreisläufen und dem Digitalen Batteriepass. Wer versteht, wie Normen entstehen, versteht wie Kreislaufwirtschaft systemisch funktioniert, und wo Unternehmen heute schon ansetzen müssen.
Im BMWK-Forschungsprojekt ELSTA habe ich die Entstehung der DIN DKE SPEC 99100 initiiert, der ersten deutschen Norm für Datenattribute des EU-Batteriepasses. Diese SPEC bildet die Grundlage für weitere Digitale Produktpässe unter der ESPR. Die Verbindung aus praktischer Beratungserfahrung und Normungsarbeit auf europäischer Ebene (CEN/CENELEC JTC 24) ist ein zentraler Bestandteil meines Ansatzes.
Wenn Sie sich fragen, ob Kreislaufwirtschaft für Ihren Betrieb ein sinnvolles nächstes Thema ist, spreche ich gerne mit Ihnen. Unverbindlich, konkret, auf Augenhöhe.
Mein Nebenprojekt: Mattenhänger. Die App zum Teilen und Entdecken von Hängematten-Spots.