Ganzheitliche
Kreislaufwirtschaft.

Der Digitale Produktpass liefert die Daten. Entscheidend ist, was Ihr Unternehmen daraus macht: kreislaufgerechtes Produktdesign, tragfähige Geschäftsmodelle und ein klarer Blick auf die Regulierung.

Zwei Hebel, ein Ziel

Produkte, Bauteile und Materialien im Kreislauf halten. Dafür braucht es das richtige Produktdesign und die passenden Geschäftsmodelle. Die Datenbasis liefert der Digitale Produktpass.

Kreislaufgerechtes Produktdesign

Kreislaufwirtschaft entscheidet sich im Design: Materialauswahl, Konstruktion für Demontage und die Vermeidung problematischer Verbundstoffe bestimmen, ob und wie ein Produkt repariert, aufbereitet oder am Ende seines Lebens recycelt werden kann.

Ich begleite Unternehmen bei der Bewertung bestehender Produkte und der Entwicklung kreislauffähiger Alternativen. Ich folge dem Cradle-to-Cradle-Gedanken: Produkte von Anfang an so gestalten, dass ihre Materialien vollständig in den biologischen oder technischen Kreislauf zurückfließen können.

Kreislauffähige Geschäftsmodelle

Circular Economy verändert nicht nur Produkte, sondern auch Geschäftsmodelle: Rücknahme- und Refurbishing-Systeme oder Product-as-a-Service-Ansätze eröffnen neue Wertschöpfungsquellen und erhöhen die Resilienz gegenüber unsicheren Märkten.

Mit den Daten des Produktpasses werden solche Modelle effizient planbar: Wer weiß, was in seinen Produkten steckt und wo sie sind, kann Rücknahme, Aufbereitung und Wiedervermarktung effizient und gewinnbringend organisieren.

Meine Arbeitsweise

Strukturiert vom ersten Überblick bis zur Umsetzung im Betrieb, in drei Schritten.

01

CE-Readiness Check

Wir analysieren gemeinsam, wo in Ihrem Unternehmen Materialkreisläufe unterbrochen sind und welche regulatorischen Anforderungen konkret auf Sie zukommen. Das Ergebnis ist eine handfeste Gap-Analyse speziell für Ihren Betrieb als Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte.

02

Workshop & Maßnahmenplan

Mit Ihrem Entwicklungs- oder Produktionsteam identifizieren wir gemeinsam, welche Produktlinie kreislauffähiger gestaltet werden kann. Wir bilden die relevanten Stoffströme und aktuellen Produktionsprozesse ab und leiten konkrete Potenziale für das Geschäftsfeld ab. Das Ergebnis: ein priorisierter Maßnahmenplan für kreislauffähige Ansätze, den Ihr Team mitträgt.

Typische kreislauffähige Ansätze
  • Design for Disassembly: Produkte so gestalten, dass Bauteile trennbar und wiederverwendbar sind
  • Remanufacturing: Rückläufer oder Altteile aufarbeiten und erneut in Verkehr bringen
  • Materialtransparenz: Materialzusammensetzung dokumentieren, Rezyklateinsatz nachweisbar machen
  • Materialsubstitution: kritische oder schwer recyclingfähige Materialien durch kreislauffähige Alternativen ersetzen
  • Product-as-a-Service: Zugang statt Eigentum, um Kontrolle über Produktrückläufe zu behalten
  • Take-back-Systeme: gebrauchte Produkte oder Komponenten systematisch zurücknehmen und wiederverwerten
03

Pilotprojekt & Umsetzung

Ein gutes Konzept muss in die Praxis. Ich begleite die Umsetzung des ausgewählten Pilotprojekts von der Planung bis zur Auswertung. Gemeinsam verändern wir Ihr Unternehmen und stärken Ihre Position.

Der regulatorische Rahmen

Kreislaufwirtschaft ist nicht nur sinnvoll, sie wird zunehmend Pflicht. Ein Überblick über die wichtigsten Regelwerke, die produzierende Unternehmen kennen sollten.

Europäische Ebene

ESPR: Ökodesign-Verordnung → Dokument

Verbindliche Anforderungen an Produktdesign, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Materialinhalte, gültig ab 2025/2026 schrittweise für immer mehr Produktgruppen.

  • Produktgruppen: Schrittweise Einführung per delegiertem Rechtsakt, ab 2025/2026 zunächst Textilien, Eisen & Stahl, Aluminium, Elektronik, Möbel. Weitere Gruppen folgen bis 2030.
  • Digitaler Produktpass (DPP): Jedes Produkt benötigt einen maschinenlesbaren Datenträger mit Informationen zu Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und CO₂-Fußabdruck.
  • Reparierbarkeit: Hersteller müssen Ersatzteile und Reparaturanleitungen für einen definierten Zeitraum bereitstellen. Ein standardisiertes Reparierbarkeits-Score-System ist geplant.
  • Recyclingfähigkeit: Designanforderungen zur Materialtrennbarkeit und Sortenreinheit. Produktgruppen erhalten spezifische Mindestquoten für recyclinggerechtes Design.
  • Rezyklatanteil: Produktgruppenspezifische Mindestquoten für den Einsatz von Sekundärrohstoffen als verbindliche Anforderung.
  • Verbot der Warenvernichtung: Ab 2026 dürfen Hersteller und Händler unverkaufte Konsumgüter nicht mehr vernichten, zunächst für Textilien, dann schrittweise ausgeweitet.
CSRD: Nachhaltigkeitsberichterstattung → Dokument

Pflicht zur umfassenden Nachhaltigkeitsberichterstattung inkl. Kreislaufwirtschaft. Ab 2025 für große Unternehmen, ab 2026 zunehmend auch für den Mittelstand.

EU-Batterieverordnung (2023) → Dokument

Anforderungen an Rezyklateinsatz, CO₂-Fußabdruck und Digitalen Batteriepass, eine Blaupause für kommende Produktregulierungen.

PPWR: Verpackungsverordnung → Dokument

Mindestanforderungen an Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz für Verpackungen auf EU-Ebene. Löst die bisherige Richtlinie ab.

Right to Repair (2024) → Dokument

Pflicht zur Reparierbarkeit für bestimmte Produktgruppen. Hersteller müssen Ersatzteile und Reparaturanleitungen bereitstellen.

Nationale Ebene (Deutschland)

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) → Dokument

Grundgesetz der deutschen Kreislaufwirtschaftspolitik. Regelt Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling entlang der Produktlebensdauer.

Verpackungsgesetz (VerpackG) → Dokument

Registrierungs- und Lizenzierungspflichten für Hersteller und Inverkehrbringer von Verpackungen. Betrifft fast alle produzierenden Unternehmen.

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) → Dokument

Sorgfaltspflichten für Umwelt und Menschenrechte in der Lieferkette. Ab 1.000 Mitarbeitende verpflichtend, mit Ausstrahlungswirkung auf Zulieferer.

ElektroG → Dokument

Rücknahme- und Recyclingpflichten für Elektro- und Elektronikgeräte. Hersteller tragen Verantwortung für das Produktende.

Ein erstes Gespräch kostet nichts und bringt meistens schon etwas.

Wenn Sie sich fragen, ob Kreislaufwirtschaft für Ihren Betrieb ein sinnvolles nächstes Thema ist, spreche ich gerne mit Ihnen. Unverbindlich, konkret, auf Augenhöhe.